Hinweise

Alle Veranstaltungen der Herzgruppe bis Jahresende 2020 sind abgesagt. [ weitere Informationen ]

Nordic Walking wird ab sofort jeden Montag ab 11.00 Uhr angeboten!
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Die Herz-Selbsthilfegruppe Gifhorn trifft sich mit Beschränkungen [ weitere Informationen ]


Kälte-Welle: Herzinfarkt-Gefahr durch Minusgrade
www.herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/herzinfarkt-gefahr-bei-kaelte

Krebstherapien können Herz und Gefäße schädigen: Wie schützt man Patienten?
www.herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/krebstherapien-koennen-herz-schaedigen

„Ohne Wenn und Aber“: Karl Lauterbach rät entschieden zur Corona-Impfung
www.herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/corona-interview-lauterbach

Blutungsrisiko Corona-Impfung: Entwarnung für Herzkranke mit Blutverdünner
www.herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/corona-imfpung-gerinnungshemmer


Kontakt Pressestelle
: Michael Wichert, Tel. 069 955128114 / Pierre König, Tel. 069 955128140
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Gerinnungshemmer kein Hindernis für Covid-19-Impfung: Schutzwirkung vor Covid-19 überwiegt Blutungsrisiko durch Injektion. Herzstiftung gibt Rat

(Frankfurt a. M., 18. Januar 2020) Mehrere hunderttausend Patienten in Deutschland werden aufgrund einer Herzerkrankung wie Vorhofflimmern oder als Träger von künstlichen mechanischen Herzklappen mit einem blutgerinnungshemmenden Medikament (sog. Antikoagulanzien) behandelt, um sie vor Embolien, Schlaganfällen und Klappenthrombosen zu schützen. Gerinnungshemmer („Blutverdünner“) senken das Embolierisiko, erhöhen aber zugleich die Gefahr von Blutungen. „Dennoch sollten sich Herzpatienten, die Gerinnungshemmer einnehmen, unbedingt gegen Covid-19 impfen lassen. Die Schutzwirkung der Corona-Impfung gegen die lebensbedrohlichen Folgeschäden oder gar den Tod durch Covid-19 überwiegen die Risiken durch Blutungen bei Weitem“, mahnt der Kardiologe Prof. Dr. med. Thomas Meinertz vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Herzpatienten und Angehörige, die verunsichert sind, ob es aufgrund ihrer Herz-Kreislauf-Erkrankung wie Herzinfarkt, Herzklappenerkrankung, Herzrhythmusstörung oder Bluthochdruck mögliche Risiken durch die Covid-19-Impfung geben könnte und wissen möchten, worauf bei einer Impfung zu achten ist, finden Experten-Informationen unter www.herzstiftung.de/corona-impfung

Injektion des Impfstoffs in den Oberarm: Darauf sollten Patienten achten!

Die mRNA-Impfstoffe der Covid-19-Impfung werden in die Muskulatur des Oberarms (intramuskulär) injiziert. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gilt diese intramuskuläre Verabreichung des Impfstoffs auch für Patienten, die Gerinnungshemmer einnehmen. Für diese Patienten sollten gemäß RKI jedoch sehr feine Injektionskanülen verwendet werden. Im Anschluss an die Impfung sollten Patienten die Einstichstelle etwa fünf Minuten komprimieren. Experten raten vorsichtshalber zu einer längeren Nachbeobachtungszeit von 15 bis 30 Minuten. „Darauf sollten Herzpatienten mit Gerinnungshemmern bei ihrem Impftermin im Impfzentrum ausdrücklich hinweisen“, betont Meinertz. „Solche einfachen, aber wichtigen Maßnahmen reduzieren das Blutungsrisiko auf ein verträgliches Maß. Einer Covid-19-Impfung steht damit für diese Patienten nichts mehr im Wege.“ Eine zweite Corona-Impfung erfolgt nach 21 Tagen (beim Impfstoff von Biontech/Pfizer BNT162b2) beziehungsweise 28 Tagen (beim Impfstoff von Moderna mRNA-1273). Eine begonnene Impfserie soll mit dem gleichen Impfstoff abgeschlossen werden, auch wenn zwischenzeitlich weitere Impfstoffe zugelassen sind.

Blutverdünner auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Arzt absetzen!

„Herzpatienten mit Vorhofflimmern oder einer künstlichen Herzklappe, die dauerhaft einen Gerinnungshemmer zur Thromboseprophylaxe einnehmen müssen, dürfen auf keinen Fall für die Covid-19-Impfung den Gerinnungshemmer eigenmächtig absetzen“, warnt der Herzspezialist und Pharmakologe. Insbesondere Patienten, die beispielsweise wegen einer künstlichen Herzklappe Phenprocoumon (Marcumar/Falithrom) oder Coumadin einnehmen, sollten unbedingt Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten, inwieweit der INR-Wert zur Bestimmung der Stärke der Gerinnungshemmung und der Wirkung des Medikaments abgesenkt werden kann. „Am Tag der Injektion sollten diese Patienten darauf achten, dass der INR-Wert in der Größenordnung von etwa 2 liegt, das heißt etwas unter dem therapeutischen Bereich“, rät Meinertz. „Das minimiert das Risiko einer intramuskulären Blutung.“ Im Anschluss kann die Wiedereinstellung auf den therapeutischen INR-Bereich erfolgen. Schon am Tag der Impfung könne die normale Dosis von Marcumar wieder eingenommen werden.

Gering ist das Blutungsrisiko bei den neuen direkten oralen Gerinnungshemmern, kurz NOAKs (Nicht-Vitamin-K-basierte orale Antikoagulanzien). NOAKs (1) kommen bei der Therapie des sogenannten nichtvalvulären Vorhofflimmerns, das nicht mit einer Herzklappenerkrankung oder einer künstlichen Herzklappe einhergeht, zum Einsatz. „Die neueren Blutverdünner NOAKs sind kein Hindernis für eine Corona-Impfung“, so Meinertz. Auch hier sollte man jedoch die Empfehlung des RKI beachten und die Impfung mit einer möglichst dünnen Kanüle durchführen. Patienten mit NOAKs rät er, mit ihrem Kardiologen zu besprechen, ob eine Dosis ihres Gerinnungshemmers am Morgen des Impftages ausgelassen werden soll. Patienten können selber schon zusätzliche Blutungsrisiken reduzieren, wenn sie darauf achten, den Blutdruck gut einzustellen, auf größere Mengen Alkohol zu verzichten und eine unkritische Einnahme von Schmerz- und Rheumamitteln möglichst zu vermeiden.

 

  1. Zu NOAKs zählen die Medikamente Pradaxa, Xarelto, Eliquis und Edoxaban. Allerdings wird ein Großteil der Patienten mit nichtvalvulärem Vorhofflimmern noch mit Phenprocoumon (z. B. Marcumar) behandelt. Für Patienten mit künstlichen Herzklappen gibt es keine Alternative, Vitamin K-Antagonisten wie Marcumar sind für diese Patienten immer noch die sichersten und wirksamsten gerinnungshemmenden Medikamente.

Infos zur Corona-Impfung: Weitere Informationen für Herzpatienten und Angehörige mit Fragen zur Covid-19-Impfung bei bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung (Herzinfarkt, Herzklappenerkrankung, Herzschwäche, Herzrhythmusstörung, Bluthochdruck) bietet die Deutsche Herzstiftung unter www.herzstiftung.de/corona-impfung (Tel. 069 955128-400)

Kontakt Pressestelle: Michael Wichert, Tel. 069 955128114 / Pierre König, Tel. 069 955128140
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Weitere kürzlich veröffentlichte Pressemeldungen der Deutschen Herzstiftung finden Sie unter:

www.herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/vorsaetze-fuer-ein-gesundes-herz

www.herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/corona-impfung


 

Herzwochen: Wegen Corona fallen die Vorträge in Gifhorn aus

Gifhorn. Der Vorsitzende der Gifhorner Selbsthilfegruppe für Herzpatienten erläutert zum Auftakt der Herzwochen, was für die Vorsorge wichtig ist.

Der Leiferder Dietmar Wagner ist Vorsitzender der Herz-Selbsthilfegruppe Gifhorn mit derzeit 30 Mitgliedern. Foto: Privat

Am 1. November beginnen die bundesweiten Herzwochen. Wegen der Corona-Pandemie wurden in diesem Jahr in Gifhorn die Vorträge im DRK-Haus und im Helios-Klinikum zum Thema „Das schwache Herz – Erkennung und Behandlung der Herzinsuffizienz“ als Präsenz-Veranstaltungen abgesagt. Dafür stand der Regionalvorsitzende Dietmar Wagner für ein Interview zur Verfügung. Die Fragen stellte Redakteur Dirk Kühn.

Herr Wagner, Sie sind ehrenamtlich Beauftragter der Deutschen Herzstiftung für die Region Gifhorn. Wo liegt der Schwerpunkt Ihrer Arbeit im Kreis Gifhorn?

Die Aufklärung der Herzpatienten steht im Mittelpunkt der Deutschen Herzstiftung. Sie wurde 1979 gegründet, als die Herz-Erkrankungen in Deutschland bedrohlich hoch waren. Als betroffener Herzpatient bin ich seit 2010 Verbindungsmann zu den Patienten in der Region. Hier in Gifhorn die niedergelassenen Kardiologen sowie das Helios-Klinikum in Gifhorn und seit 2018 auch das Helios-Klinikum in Wittingen. Im November eines jeden Jahres organisiere ich zusammen mit vielen Partnern die Herzwochen.

vorstand hgg 1020Beim Gruppentreffen am 5.Oktober 2020 ist Irene Dittmann einstimmig als neue Stellvertreterin des Ansprechpartners gewählt worden.

Sie ersetzt Eckbert Heuer, der auf eigenen Wunsch aus der Gruppe ausgetreten ist. Das Foto zeigt Irene Dittmann links mit den Vorstandskollegen Jutta Champignon und Dietmar Wagner.

 

 

 

 

 

 


Seitdem Outdoor-Sport in Niedersachsen wieder erlaubt ist

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treffen sich die Mitglieder der Herz-Selbsthilfegruppe Gifhorn unter dem Motto: Ihr seid mir mit Abstand am liebsten, ab sofort zum Nordic Walking in Gifhorn - jeden Montag um 11.00 Uhr auf dem Parkplatz Ecke Wolfsburger Straße/ Isenbütteler Weg (gegenüber Morada). 

 

 

 

 


 

Leben in der Corona-Risikogruppe: „Man darf nicht ängstlich sein, nur vorsichtig“

Der 78-jährige Dietmar Wagner aus Leiferde lebt mit einem Schrittmacher und gehört damit zur Corona-Risikogruppe. In der AZ spricht er über seine Gedanken angesichts der Pandemie – und blickt zuversichtlich nach vorne.

Gehört zur Risikogruppe: Dietmar Wagner lebt mit einem Herzschrittmacher. Foto: Dietmar Wagner


Leiferde.
Er lebt seit Beginn der Corona-Pandemie etwas zurückgezogener. Doch er schaut auch nach vorne. Dietmar Wagner aus Leiferde ist 78 Jahre alt – und er hat einen Herzschrittmacher. Damit gehört er zu den Corona-Risikogruppen.

Die AZ sprach mit Menschen aus Corona-Risikogruppen

Ob Lungenkrankheiten, Diabetes, Herzerkrankungen oder Krebs: Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorerkrankungen und gehören damit zu den so genannten Corona-Risikogruppen. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) hatten 97 Prozent der im Zusammenhang mit dem Corona-Virus verstorbenen Deutschen entsprechende Vorerkrankungen. 86 Prozent der Verstorbenen waren zudem 70 Jahre oder älter. Auch Raucher oder Menschen mit Übergewicht haben ein erhöhtes Risiko. Die meisten von ihnen verhalten sich angesichts der Corona-Pandemie vorsichtig, mache sogar ängstlich, und sie machen sich angesichts der Kritik an den Maßnahmen und einer möglicherweise bevorstehenden zweiten Corona-Welle Gedanken. Sie alle durchleben während der Corona-Pandemie besondere Ängste – und Hoffnungen –, über die einige von ihnen in der Aller-Zeitung sprechen.
„Es geht mir gut“, sagt Wagner, der Beauftragter der Deutschen Herzstiftung ist und Mitglied einer Selbsthilfegruppe für 30 Menschen mit Herzerkrankungen im Landkreis Gifhorn, mit Blick auf andere Menschen aus den Risikogruppen. Er selbst hatte eine Bypass-Operation am offenen Herzen, erhielt acht Jahre später einen Herzschrittmacher. „Ich lebe danach. Ich bewege mich viel und esse gesund. Insgesamt kann ich gut mit der Erkrankung leben. Man darf nicht ängstlich sein, nur vorsichtig, und man muss nach vorne schauen“, sagt er.