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Leben in der Corona-Risikogruppe: „Man darf nicht ängstlich sein, nur vorsichtig“

Der 78-jährige Dietmar Wagner aus Leiferde lebt mit einem Schrittmacher und gehört damit zur Corona-Risikogruppe. In der AZ spricht er über seine Gedanken angesichts der Pandemie – und blickt zuversichtlich nach vorne.

Gehört zur Risikogruppe: Dietmar Wagner lebt mit einem Herzschrittmacher. Foto: Dietmar Wagner


Leiferde.
Er lebt seit Beginn der Corona-Pandemie etwas zurückgezogener. Doch er schaut auch nach vorne. Dietmar Wagner aus Leiferde ist 78 Jahre alt – und er hat einen Herzschrittmacher. Damit gehört er zu den Corona-Risikogruppen.

Die AZ sprach mit Menschen aus Corona-Risikogruppen

Ob Lungenkrankheiten, Diabetes, Herzerkrankungen oder Krebs: Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorerkrankungen und gehören damit zu den so genannten Corona-Risikogruppen. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) hatten 97 Prozent der im Zusammenhang mit dem Corona-Virus verstorbenen Deutschen entsprechende Vorerkrankungen. 86 Prozent der Verstorbenen waren zudem 70 Jahre oder älter. Auch Raucher oder Menschen mit Übergewicht haben ein erhöhtes Risiko. Die meisten von ihnen verhalten sich angesichts der Corona-Pandemie vorsichtig, mache sogar ängstlich, und sie machen sich angesichts der Kritik an den Maßnahmen und einer möglicherweise bevorstehenden zweiten Corona-Welle Gedanken. Sie alle durchleben während der Corona-Pandemie besondere Ängste – und Hoffnungen –, über die einige von ihnen in der Aller-Zeitung sprechen.
„Es geht mir gut“, sagt Wagner, der Beauftragter der Deutschen Herzstiftung ist und Mitglied einer Selbsthilfegruppe für 30 Menschen mit Herzerkrankungen im Landkreis Gifhorn, mit Blick auf andere Menschen aus den Risikogruppen. Er selbst hatte eine Bypass-Operation am offenen Herzen, erhielt acht Jahre später einen Herzschrittmacher. „Ich lebe danach. Ich bewege mich viel und esse gesund. Insgesamt kann ich gut mit der Erkrankung leben. Man darf nicht ängstlich sein, nur vorsichtig, und man muss nach vorne schauen“, sagt er.

Weniger Einkäufe und Maske tragen

Doch geht das auch angesichts der Corona-Pandemie? „Ich habe ein Haus und einen Garten und kann so etwas zurückgezogener leben, habe aber nichts zu entbehren“, erklärt der Leiferder. Wichtig sei, den Tag zu strukturieren, die Corona-Regeln einzuhalten, sich über die aktuelle Situation zu informieren. „Ich bin immer informiert.“ Am Anfang der Pandemie sogar zu viel, gibt er aber zu – denn mache Nachrichten sorgen für Verwirrung statt für Klarheit, es gibt viele falsche Nachrichten, viel Stimmungsmache. Zu den Regeln gehöre für ihn persönlich, derzeit seltener einzukaufen und in entsprechenden Situationen natürlich eine Maske zu tragen sowie Abstand einzuhalten und sich regelmäßig die Hände zu waschen. „Erst hatte ich eine Maske, die selbst genäht war. Dann haben mir Freunde welche besorgt.“ Kontaktbegrenzungen machen keinen großen Unterschied in der Familie – die Kinder leben ohnehin weit weg.

Die Kritik an den Corona-Maßnahmen, die Demonstrationen, die Weigerung von Menschen, Masken zu tragen, beängstigen ihn trotz seiner Herzvorerkrankung nicht über die Maßen. Er habe sowohl für die Kritiker als auch für die Verantwortlichen der Maßnahmen Verständnis. „Wir leben in einer ungewohnten Situation. Insgesamt halte ich die Kritik an den Regeln zwar für überzogen, aber strikte Verbote sind auch nicht immer gut. Und es sind arme Kerle, die über die Maßnahmen zu entscheiden und die Verantwortung zu übernehmen haben.“ Die Maßnahmen sollten Wagner zufolge gerne weiter nach und nach aufgegeben werden – differenziert, mit Umsicht und den Entwicklungen angepasst. Kritik sei seiner Wahrnehmung nach allerdings die Ausnahme. „Die Mehrheit der Bevölkerung verhält sich vorbildlich, das ist nicht selbstverständlich. Ich finde das schon toll“, betont er.

Quelle: Aller-Zeitung 24.06.20
Text: Thorsten Behrens
Foto: Dietmar Wagner


Seitdem Outdoor-Sport in Niedersachsen wieder erlaubt ist:

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treffen sich die Mitglieder der Herz-Selbsthilfegruppe Gifhorn unter dem Motto: Ihr seid mir mit Abstand am liebsten, ab sofort zum Nordic Walking in Gifhorn - jeden Montag um 11.00 Uhr auf dem Parkplatz Ecke Wolfsburger Straße/ Isenbütteler Weg (gegenüber Morada). 

 

 

 

 


 

Auch die Herz-Selbsthilfegruppe Gifhorn hat alle Vorhaben gestoppt!

Auch wenn wir uns im Augenblick nicht regelmäßig treffen können, bleiben wir verbunden und helfen uns gegenseitig in dieser besonderen Situation.

Wer immer Hilfe oder Rat benötigt, wendet sich gerne an eines der Mitglieder oder direkt an uns.

Passt auf Euch auf und bleibt gesund

Mit herzlichen Grüßen

Eure Ansprechpartner der Herz-Selbsthilfegruppe Gifhorn

Jutta Champignon   0 5371 - 52 298
Eckbert Heuer        0 5371 - 71 613
Dietmar Wagner     0 5373 - 63 45


 

pressemitteilung 1119Das Europäische Herz-Netzwerk und die Europa-Medizin-Agentur haben Herzpatienten aus Europa mit guten Englischkenntnissen gesucht.
Sie sollten in der Lage sein, über ihre persönliche Situation bei Veranstaltungen auf EU-Ebene als Herzpatient sprechen zu können.

Über die Empfehlung der Deutschen Herzstiftung ist Dietmar Wagner aus Leiferde jetzt für das Europa Herz-Programm ausgewählt worden.

Er ist seit 2011 Beauftragter der Deutschen Herzstiftung und Ansprechpartner der Herz-Selbsthilfegruppe Gifhorn. Seit dieser Zeit organisiert er auch die Herzwochen im November Unser Foto zeigt die Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung Ende Oktober 2019 in Brüssel mit den Vertretern der europäischen und nationalen Patientenorganisationen. Sie kommen u.a. aus den Niederlanden, Schweden, Spanien, Großbritannien, Rumänien und Deutschland mit unterschiedlichen Krankheitsbildern.


Nach Bypass-OP: Dietmar Wagner engagiert sich
für die Deutsche Herzstiftung

„Wenn die Sache gut ausgeht, engagiere ich mich für die Deutsche Herzstiftung“, stand für Dietmar Wagner nach einem Infarkt und vor einer Bypass-Operation 2010 fest. Der Leiferder überstand die OP – und engagiert sich seit 2011 als Vorsitzender der Herzstiftung im Landkreis. Zudem baute er 2012 die Herz-Selbsthilfegruppe Gifhorn auf.

Einsatz mit vollem Herzen: Dietmar Wagner leitet eine Herzselbsthilfegruppe. Foto: Cagla Canidar

Landkreis Gifhorn. „Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache, fast jeder dritte Deutsche muss mit einer Herz-Kreislauferkrankung rechnen“, weiß der 76-Jährige. Auf die Arbeit der Deutschen Herzstiftung wurde der frühere VW-Mitarbeiter während eines Klinikaufenthaltes in Bad Bevensen aufmerksam. „Da lagen Info-Broschüren aus – ab diesem Zeitpunkt stand für mich fest, dass ich mich einbringen will, um anderen zu helfen“, berichtet Wagner.

Die erste Beauftragte der Deutschen Herzstiftung im Landkreis war Christel Barsun. „Als sie nach 14 Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufhörte, übernahm ich den Posten“, blickt Wagner zurück. Eine Entscheidung, die er nicht bereut hat. „Schließlich hilft man anderen

Menschen und sich selbst“, ist der Leiferder stolz darauf, für die größte deutsche Patientenorganisation – sie hat inzwischen bundesweit 89.000 Mitglieder – tätig zu sein.

Alle Mitglieder des Vorstandes und der Arbeitsgruppen wurden am 07.01.2019 bei der Mitgliederversammlung wieder gewählt oder im Amt bestätigt:

Dietmar Wagner als Ansprechpartner der Gruppe und Ute Blank und Eckbert Heuer als Stellvertreter.

 

 

Auch die Arbeitsgruppen bleiben unverändert

Küchenteam: Waltraud Müller, Jutta Champignon, Brigitte Paustian, Sigrid Vasen
Gruppenraum: Adolf Laub, Achim Eichholz, Bernd Rogge
SoVD-Vertreterin: Jutta Champignon
Weihnachtsfeier: Ingrid Rödel, Ute Schwärzel, Dorle Schnabel
Veranstaltungen und Ausflüge: Helmut Paustian und Bernd Rogge